Über uns2020-01-19T16:31:04+01:00

rolli-in-motion – Eine Autovermietung für die Behindertenbeförderung wird gegründet.

Als wir 2007 unsere Firma gründeten, hatten wir schon feste Vorstellungen, was wir erreichen wollen. Wir wollten Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind und sich nicht in den herkömmlichen Autositz umsetzen können die Möglichkeit für ein Stück Normalität, der Mobilität, geben.

Die Diagnose Schlaganfall unserer Mutter/Schwiegermutter traf uns wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Plötzlich war alles anders. Wir konnten uns aber nicht damit abfinden, dass sie jetzt nur noch im Pflegeheim sein sollte. Zu sehr hatte sie es geliebt, das Leben selbst und unabhängig zu gestalten.

Schnell mussten wir feststellen, dass der Alltag als Rollstuhlfahrer sehr schwer ist. Auf der Suche nach einem Mietwagen, in dem man einen Rollstuhlfahrer nebst Rollstuhl mitnehmen kann, erwies sich als schwierig, um nicht zu sagen aussichtslos. Selbst in Berlin gab es kein Unternehmen, das einen Rollstuhltransport anbot.

Wir kamen mit Behindertenfahrdiensten in Kontakt, deren Service es ist, Menschen mit Behinderung mobil zu machen bzw. sicher zur Arbeit zu bringen und auch die Schülerbeförderung zuverlässig zu übernehmen. Ein Behindertentransport befördert seine Kunden innerhalb Berlins, aber ab der Stadtgrenze deckt er nur noch 5 Kilometer ab und dann ist Schluss.

Einen Behindertenfahrdienst Berlin, der auch seine Fahrzeuge an Privatkunden vermietet, konnten wir nicht finden.

Alles kann man mieten, warum nicht ein behindertengerechtes Auto?

Das war der Augenblick, in dem die Idee rolli-in-motion geboren wurde. Als Erstes wurde ein VW Caddy angeschafft und zwei Jahre später kam der Fiat Ducato hinzu, um auch großen Menschen oder jenen mit großen und schweren Pflegerollstühlen Platz zu bieten.

Bald hatten wir nicht nur Kunden aus Berlin und Brandenburg, auch Berlinbesucher aus den USA, Irland, Spanien oder Israel buchten unsere Mietwagen für ihren Urlaub in Deutschland oder in unseren Nachbarländern. Auch nach Ungarn oder Norwegen gingen die Reisen.

Im Jahr 2012 fand in Berlin der “Tag der behinderten Menschen” statt. Zu dieser Veranstaltung kamen die Original-Protagonisten des Films “Ziemlich beste Freunde”, Philippe Pozzo di Borgo und sein Pfleger Abdel Sellou. Für ihre Fahrten in Berlin haben sie unseren Fiat Ducato genutzt. Ganz ehrlich, darauf sind wir ziemlich stolz.

Anfang 2014 hatten wir unsere Mietwagenflotte mit einem Ford Transit erweitert.

Wir verfolgen weiter unser Ziel, den Passiv- und Aktivfahrern mehr Mobilität zu verschaffen.

Im Juli 2014 erhielten wir von der Botschaft der Republik Irak den Auftrag, den damaligen Staatspräsidenten mit unserem Ford Transit zum Flughafen Tegel zu fahren.

Seit September 2015 ist unser Ford Custom in Betrieb. Der Wagen verfügt über eine Hebebühne mit 360 kg Tragkraft.

Im Mai 2016 ergänzten wir unseren Fuhrpark mit einem Rollstuhlbus Ford Transit GT mit 4 Rollstuhlplätzen, bei dem man über eine Rampe ins Fahrzeug gelangt.

Im Mai und Juli 2016 hat die Nationalmannschaft der Sportschützen “Australia Shooting” mit vier Rollstuhlfahrern unseren Ford Transit GT für ihren Deutschlandaufenthalt genutzt.

Seit September 2018 komplettiert ein VW Caddy Maxi, der mit einem Handgas- und Bremssystem von Veigel auch für Aktivfahrer geeignet ist, unsere Flotte. Der VW Caddy Maxi verfügt über ein Automatikgetriebe. Für den Passivrollstuhlfahrer steht eine Kopf- und Rückenlehne von AMF Bruns zur Verfügung; ein Maximum an Sicherheit und Fahrkomfort.

Haben Sie schon mal etwas über ein Inkulsionstaxi gehört? Nein? Es gibt ein Förderprogramm des Landes Berlin, mit dem bis Ende 2021 250 Taxis behindertengerecht auf Berlins Straßen unterwegs sein sollen. Laut des Landesamtes für Gesundheit und Soziales lagen im Februar 2019 erst drei Anträge für fünf Taxis vor. In Berlin leben 31.000 Menschen mit einer außergewöhnlichen Gehbehinderung.

Wir bieten seit 2019 auch Privatfahrten für Menschen mit Behinderung an, z. B. auch für Umzüge von einem Pflegeheim in ein neues.